Die Legende besagt, dass…
Der Gattungsname des Sanddorns „Hippophae“ stammt aus dem Griechischen: „Hippo“ bedeutet Pferd und „Phaos“ – leuchtend. Im antiken Griechenland wurden Sanddornbeeren vor allem Zugtieren verabreicht – als Energiequelle und Futterergänzung, damit die Haut und das Fell der Pferde glänzender wurden.
Als Alexander der Große nach der Eroberung Persiens aus Indien zurückkehrte, zog er mit seinen Soldaten durch Wüstenregionen – Gebiete, die heute als Pakistan und Iran bekannt sind. Auf dem Weg starben nicht nur Soldaten, sondern auch Pferde an Erschöpfung. Als sie eine Gegend durchquerten, in der Sanddorn wuchs, hielt das Heer an und fütterte seine Tiere mit den Beeren und Blättern. Kurz nach dem Verzehr gewannen die Pferde ihre Kraft und Energie zurück. Seitdem verabreichten Einheimische ihren Tieren regelmäßig Sanddornbeeren – für ein gesundes, glänzendes Fell, das als Zeichen eines starken und gesunden Pferdes galt.
Das sogenannte „heilige Obst“ oder Hippophae rhamnoides

Sanddorn stammt ursprünglich aus Russland, Asien und Europa und ist in diesen Regionen seit Langem für seine vielseitigen Vorteile bekannt. Seine Beeren werden seit Tausenden von Jahren als natürliche Quelle genutzt. Die Pflanze wurde auch gezielt angebaut, um die Bodenerosion zu verhindern und gleichzeitig durch ihren Nähr- und Heilwert die Wirtschaft zu fördern.
Der als „heiliges Obst“ bekannte Sanddorn findet sich in jahrhundertealten medizinischen Schriften und Texten aus Tibet und China. Dort wurde er zur Behandlung von Husten, Verdauungsbeschwerden, Hautproblemen, Wunden und Verbrennungen eingesetzt – in manchen Fällen sogar bei Depressionen und Migräne.
Sanddorn enthält das vollständige Spektrum an Omega-Fettsäuren 3 – 6 – 7 – 9, mit der höchsten bekannten Konzentration von Omega 7 im gesamten Tier- und Pflanzenreich. Er ist außerdem eine bedeutende Quelle für die Vitamine A, C, E und K und gilt als einer der stärksten Antioxidantien. Seine antioxidative Wirkung ist 70-mal stärker als die von Vitamin C.
Welche gesundheitlichen Vorteile hat Sanddorn?

In der Kräutermedizin wird Sanddorn seit langem zur Anregung des Verdauungssystems, zur Förderung der Herz- und Lebergesundheit sowie zur Behandlung von Hauterkrankungen verwendet. Heute werden Sanddornprodukte als natürliches Heilmittel bei folgenden gesundheitlichen Problemen angeboten:
Arthritis
Diabetes
Ekzeme
Bluthochdruck
Hoher Cholesterinspiegel
Entzündungen verschiedener Art
Rosazea und andere Hautprobleme
In den letzten Jahren hat Sanddornöl als Bestandteil von Hautpflegeprodukten an Beliebtheit gewonnen. Bei äußerlicher Anwendung spendet Sanddornöl Feuchtigkeit, lindert Reizungen, behandelt Akne und heilt alterungsbedingte Hautschäden.
Sanddorn pflanzen

Man pflanzt mindestens eine männliche und eine weibliche Pflanze. Eine männliche Pflanze kann bis zu fünf weibliche Pflanzen bestäuben. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind, daher sollten die Pflanzen in einem Abstand von 2 bis 4 Metern gepflanzt werden. Da Sanddorn ein weit verzweigtes Wurzelsystem entwickelt, braucht er ausreichend Platz. Die ersten Früchte trägt die Pflanze spätestens im fünften Jahr.
Auch wenn Sanddorn keinen regelmäßigen Rückschnitt benötigt, kann man bei dieser Pflanze ruhig etwas kreativ sein. Sie lässt sich zu Hecken, Sträuchern oder sogar Bäumen formen. Von Zeit zu Zeit sollten unproduktive oder beschädigte Äste entfernt werden.
Die Ernte der dichten Beeren dieser dornigen Pflanze ist etwas kompliziert.
Die Früchte reifen im Spätsommer und Frühherbst. Achten Sie auf eine gleichmäßige, kräftige Farbe und feste Konsistenz. Nach der Ernte und Reinigung der Beeren sollten sie schnell verarbeitet werden, um die Frische zu bewahren. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu zwei Wochen. Die Früchte können auch eingefroren oder getrocknet und für einen aromatischen Tee verwendet werden. Sanddornbeeren sind für Kuchen meist zu sauer – man kann sie jedoch mit Zucker oder Honig nach Belieben süßen.
Bodenvorbereitung
Der ideale Boden für Sanddorn ist fruchtbar, durchlässig und gut belüftet mit neutralem pH-Wert. Bei schwerem Boden sollten vor dem Pflanzen große Pflanzlöcher vorbereitet und mit speziell aufbereiteter Erde gefüllt werden.
Mischen Sie die oberste Schicht der ausgehobenen Erde im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit Humus oder Mulch und geben Sie Sand hinzu. Der Dünger sollte gut mit der Erde vermischt werden. Die Menge und das Mischverhältnis des Düngers können je nach Bodenbeschaffenheit variieren.







