Marienkäfer (Coccinella) erreichen eine Größe von 1 bis 9 mm. Sie sind oft bunt gefärbt und gepunktet. Sie können gelb, orange, weiß, schwarz oder rot sein, oval geformt mit kurzen Fühlern. Die Larven der Marienkäfer sind länglich, meist graublau bis schwarz mit hellen Flecken.
Marienkäfer – Helfer im Kampf gegen Blattläuse
Auf den ersten Blick erinnern sie an kleine Krokodile. In der Slowakei gibt es mehr als 70 Marienkäferarten. Die Vorkommen der Marienkäfer in Mitteleuropa belaufen sich auf fast 100 Arten. Am bekanntesten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata).
Sowohl Larven als auch erwachsene Marienkäfer sind meist räuberisch. Sie ernähren sich überwiegend von Blattläusen, manche Arten greifen aber auch Schildläuse, Milben und Minierfliegen an. Sie fressen auch Pilzmyzel auf Pflanzen.

Jede Art spezialisiert sich auf eine bestimmte Beute.
Erwachsene Marienkäfer überwintern unter Baumrinde, in trockenem Pflanzenmaterial, zwischen Steinen oder in Hausspalten – oft in großen Gemeinschaften. Sie sind gute Flieger und suchen bereits im zeitigen Frühjahr Blattlauskolonien auf Pflanzenbeständen.
Später legen sie inmitten der Blattlauskolonien ihre Eier auf die Blätter. Die Eier sind oval, spitz, glänzend und gelb. Gewöhnlich 5 bis 50 Stück an einer Stelle. Nach etwa einer Woche schlüpfen Larven, die sofort Blattläuse befallen. Die Larve entwickelt sich bis zu 20 Tage lang und frisst in dieser Zeit bis zu 400 Blattläuse. Später verpuppt sich die Larve. Aus der Puppe schlüpft der Marienkäfer, der sofort Beute sucht – und der Zyklus beginnt von Neuem. Ein erwachsener Marienkäfer frisst täglich 40 bis 60 Blattläuse. Ein Entwicklungszyklus dauert etwa 4 bis 7 Wochen. Pro Jahr entstehen eine oder mehrere Generationen – je nach Marienkäferart.
Die Bedeutung des Marienkäfers im Ökosystem.
Marienkäfer verhindern oft eine übermäßige Vermehrung von Schädlingen. In Gärten und Obstgärten helfen sie vor allem, Blattläuse unter der Schadensschwelle zu halten. Leider greifen die meisten Gärtner schon beim ersten Auftreten von Blattläusen zu chemischer Behandlung und zerstören damit Eier und Larven. Da das Schlüpfen der Larven mehr als eine Woche dauert, muss man bereits beim ersten Auftreten biologisch eingreifen.
Die ideale Lösung ist die Anwendung von Prev-B2 oder Wetcit schon vor dem ersten Auftreten. Bei stärkerem Befall verwenden Sie NeemAzal. Achtung – überschreiten Sie nicht die vorgeschriebene Dosierung! Andernfalls kommt es zu Blattverbrennungen. Diese Produkte wirken nur gegen saugende und fressende Schädlinge. Für alle anderen Nützlinge ist die Spritzung unschädlich. Der Einsatz von Spülwasser, Seife oder Tabak ist unzulässig, da diese Mittel alles Lebendige auf der Pflanze abtöten. Auch die Larven der Marienkäfer. Tabak enthält zudem viele chemische Stoffe und ist für Pflanzen giftig.
Wie kann man Marienkäfer im Garten halten?
Schaffen Sie im Garten ein Stück Wildnis, ohne Eingriff. Ein paar

Quadratmeter Wildnis genügen – je nach Größe des Gartens. Lassen Sie im Garten einen alten Baum stehen. Bauen Sie ein Insektenhotel. Wenn sich direkt hinter dem Zaun Wildnis befindet, reicht es völlig, auf chemische Spritzungen zu verzichten.
Verwenden Sie vor allem keine Spritzmittel mit Akariziden. Achtung! Das harmlos aussehende Mittel in der blauen Schachtel, das Gärtner so gerne benutzen und das unter dem Namen „Vorfrühlingsspritze“ verkauft wird, enthält Akarizide und damit vernichten Sie im Frühjahr alle überwinternden Marienkäfer, Florfliegen, Spinnen, Ohrwürmer und andere Nützlinge, die in der Baumrinde überwintern.
Mit biologischem Pflanzenschutz können Sie Schädlinge und Krankheiten bekämpfen und gesunde Nahrung ohne chemische Pestizide gewinnen.
Als Vorfrühlingsspritze verwenden Sie biologische Mittel auf Kupfer- und Ölbasis mit Zusätzen wie Bor, Eisen und Zink. Kocide 2000 + Prev-B2, Cuprotonic + Prev-B2 oder BorOil + FerrumOil. Gegen Milben, Gallmilben und Kräuselmilben setzen Sie die Raubmilbe Typhlodromus pyri ein.
Später in der Saison wenden Sie vorbeugend Spritzmittel gegen Krankheiten auf Basis von Schwefel, Kupfer, natürlichen Ölen, Pilzen und Bakterien an. Prev-B2, Vitisan, Alginure, HF Mycol, Imunofol, Chytopron, Fielder oder andere ökologische Mittel, die Sie in unserem Onlineshop finden.
Gegen saugende und fressende Schädlinge verwenden Sie NeemAzal, Prev-B2, Wetcit oder gegen die Sägewespe Quassia amara. Gegen Raupen – Lepinox plus.
Gehen Sie mit biologischen Spritzmitteln vorsichtig um. Überschreiten Sie die Dosierung nicht und spritzen Sie nicht bei starkem Wind oder tagsüber. Spritzen Sie früh morgens oder bei Sonnenuntergang. Spritzen Sie niemals blühende Bäume an sonnigen Tagen. Gegen Krankheiten spritzen wir sofort nach starkem Regen oder wenn mehr als 20–30 mm Niederschlag gefallen sind. Wir versuchen, Krankheiten vorzubeugen und Pflanzen schon vor Ausbruch der Krankheit vorbeugend zu behandeln. Die Lufttemperatur darf 25 °C nicht überschreiten.




